DHWG - Digital Home Working Group am falschen WegIm Intel Tech Wire Newsletter wird das digitale Zuhause vorgestellt. Doch leider hat man aus den Netzzusammenbrüchen nichts gelernt: Der Energieverschwender P4 wird gepriesen.
Die Netzzusammenbrüche vom Sommer 2003 haben gezeigt wohin die Energieschlacht zwischen der Abwärme von Elektrogeräten und der dagegen ankämpfenden Klimanlagen führt: Zusammenbrüche der Stromversorgung, Brown Outs, Blackout. Nichts geht mehr. Für Stunden bis Tage werden ganze Landstriche in die Steinzeit zurück geworfen. Die Antwort darauf kann nur mehr Unabhängigkeit sein. Weniger Abhängigkeit von einer zentralen Stromversorgung. Weniger Abhängigkeit von all denen, welche mit viel Abwärme und viel Klimaanlage die Stromversorgung in die Knie zwingen. Die Antwort darauf kann nur sein die wichtigsten Instrumente der Zivilisation mit eigenen Strom unabhängig versorgen zu können. Diese wichtigsten Instrumente wären Ladegeräte für schnurlos Telephon, Handy und Digitalkamere, Kabel- oder ADSL Modem, WLAN Router, sparsame Computer, damit können derzeit nur Notebooks mit Pentium 3 oder Pentium M gemeint sein und ein sparsamer Kühlschrank. All diese Geräte sollten auch bei einen längeren Netzausfall mit einer eigenen unabhängigen Stromversorgung funktionieren. 50 Watt Photovoltaik und 50 Ah 12V Bleiakkus pro Haushaltsmitglied könnten die wichtigsten Instrumente unserer Zivilisation auch bei einen längeren Netzausfall versorgen. Bei funktionierenden Stromnetz könnten diese Sonnenstromanlagen in das Netz Überschüsse einspeisen. 50 Watt Photovoltaik pro Einwohner sind in Deutschland immerhin schon die Spitzenleistung von 4 Atomkraftwerken. Wobei aber die Atomkraftwerke in diesem heißen Sommer mangels genügend Kühlwasser nicht einmal mehr Spitzenleistung fahren konnten.
Der digitale Haushalt ist sehr willkommen. Aber wegen der Initiative zu mehr Unabhängigkeit, einer eigenen solaren Stromversorgung haben Verschwender wie der Pentium 4 keinen Platz im Haushalt der Zukunft. Intel wäre gut beraten all diese Pläne mit dem sparsamen Pentium-M zu realisieren. |

