Lehrgang für Intel: Strom kommt nicht aus der Steckdose

Das Entwicklerteam vom Banias hat ganze Arbeit geleistet: eine sparsame und den P4 an Tempo ebenbürtige CPU. Doch Intel führt trotzdem die dadurch obsolete P4 Linie weiter.



Intel ist eine durch und durch amerikanische Firma. Die Amerikaner in den USA brauchen bekanntlich für den selben Lebensstandard wie in Europa doppelt soviel Energie. Als Sinnspruch über bedenkenlose Energieverschwendung kann man wohl "Der Strom kommt doch aus der Steckdose" hernehmen. Nach der Vorstellung des Pentium-4 Prescott ist es jetzt nötig geworden Intel aufzuklären: Strom kommt nicht aus der Steckdose.
  • Strom kommt zum überwiegenden Teil aus unzähligen kalorischen Kraftwerken welche Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrennen. Bei der Stromerzeugung entsteht hierbei das Treibhausgas Kohlendioxid welches für eine globale Erwärmung sorgt.
  • Strom kommt aus vielen Atomkraftwerken, die für uns und durch den lange strahlenden Atommüll für hunderte nachfolgende Generationen ein beträchtliches Sicherheitsrisiko darstellt.
  • Entscheidend für einen erfolgreichen Umstieg auf sichere umweltfreundliche Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie ist eine Verbrauchssenkung durch effizientere Technik, sodaß eine Strompreiserhöhung für die Konsumenten kostenneutral bleibt.
  • Nach einer Studie in Deutschland wurde im Jahr 2002 7% des Stromverbrauchs durch IT und Telekommunikation verursacht.

  Globaler Hersteller - globale Verantwortung


Es gehört zur globalen Verantwortung für die Zukunft für einen globalen Hersteller ineffiziente Technologie auszumerzen, sobald eine in der Performance gleichwertige, aber im Verbrauch wesentlich sparsamere Technik zur Verfügung steht.

Genau dieses hat das Intel Entwicklerteam mit dem Banias geschafft: in der Performance den Pentium-4 gleichwertig, aber im Verbrauch wesentlich sparsamer. Dies könnte bei einer verantwortlichen Vorgangsweise nur eine Konsequenz haben: Die Einstellung der Pentium-4 Linie.